Fachzentrum Klimawandel Hessen

Das Fachzentrum Klimawandel Hessen wurde im Oktober 2008 im Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie in Wiesbaden eingerichtet.

Im Fokus der Arbeiten des Fachzentrums Klimawandel Hessen stehen die vielfältigen gegenwärtigen und zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels in Hessen. In zahlreichen Forschungsprojekten werden Klimaänderungen und deren Folgen in Hessen untersucht sowie mögliche Anpassungsmaßnahmen entwickelt. Das frühzeitige Entwickeln von Anpassungsstrategien und -maßnahmen soll drohende Beeinträchtigungen und Schäden begrenzen und gegebenenfalls positive Entwicklungen aufzeigen. 

So sollen z.B. die KLIMPRAX-Projekte („Klimawandel in der Praxis“) den hessischen Kommunen helfen, Folgeerscheinungen klimatischer Veränderungen anhand fundierter Informationen verstärkt in kommunale Planungsprozesse einfließen zu lassen. Derzeit führt das HLNUG in diesem Rahmen zwei Projekte durch:

  • KLIMPRAX Stadtklima (Wiesbaden/Mainz) zum Thema städtische Hitzebelastung. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD), der Landeshauptstadt Wiesbaden, der Landeshauptstadt Mainz, dem Landesamt für Umwelt, Rheinland-Pfalz, dem Rheinland-Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen und dem Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie/Fachzentrum Klimawandel erfolgen die Untersuchung des gegenwärtigen und zukünftigen Stadtklimas, die Ermittlung des Handlungsbedarfs sowie die Formulierung von Empfehlungen für die kommunale Praxis.

Für Kommunen wurde der Leitfaden Anforderungen an die Berücksichtigung klimarelevanter Belange in kommunalen Planungsprozessen erarbeitet sowie die dazu gehörige Broschüre Hitze in der Stadt und kommunale Planung.

  • KLIMPRAX Starkregen  zum Thema Starkniederschläge, Sturzfluten und Katastrophenschutz.
    Im Rahmen des Projektes wird eine hessenweite „Starkregen-Hinweiskarte“ erstellt und es sollen zwei (ggf. auch mehr) Kommunen aus gefährdeten Gebieten pilothaft näher untersucht werden. Für diese Pilotkommunen werden hochaufgelöste „Starkregen-Gefahrenkarten“ erstellt. Gerade im Rahmen von Bebauungsplänen oder Neubauprojekten können solche Gefahrenkarten zur Beurteilung der Abflusseigenschaften bei Starkregen herangezogen werden.

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