Rahmenvereinbarung für "Serielles Bauen"

Gesucht werden neue Wege, um den Bau preisgünstiger Wohnungen in hoher Qualität zu beschleunigen.

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In vielen deutschen Großstädten verschärft sich der Wohnungsmangel zunehmend. Das Problem kann nur gelöst werden, indem das Angebot insbesondere an preisgünstigen Wohnungen vergrößert wird. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW hatten daher gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer und der Bauindustrie – beides Partner aus dem Bündnis für bezahlbares Wohnen und Bauen – eine europaweite Ausschreibung für "Serielles Bauen" durchgeführt. 

Die Ausschreibung erfolgte mit dem Ziel, eine Rahmenvereinbarung über den Neubau von mehrgeschossigen Wohnbauten in serieller und modularer Bauweise mit Planern und Baugewerbe gemeinsam abzuschließen. Dies bietet insbesondere öffentlichen Wohnungsunternehmen die Möglichkeit, ohne weitere Verfahren Angebote aus der Rahmenvereinbarung lokal angepasst direkt zu realisieren. Dies soll die Vorlaufzeiten für Bauvorhaben wesentlich verkürzen. 

Neun Bieter erhielten im Mai 2018 in Berlin den Zuschlag für ihre innovativen Wohnungsbaukonzepte, aus denen Mitgliedsunternehmen des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW ab sofort auswählen können. Dazu hat der GdW als Initiator der Ausschreibung eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet.

Erstes Beispiel in Hessen auf Grundlage der neuen Rahmenvereinbarung ist ein Projekt in Idstein (Taunus). Die Kommunale Wohnungsbau GmbH Rheingau-Taunus (kwb) errichtet hier im Zuge der Nachverdichtung 9 Wohneinheiten, weitere 10 Wohneinheiten sind an anderer Stelle in Planung.

Ausführliche Informationen dazu finden Sie hier:

Wohnungswirtschaft Deutschland

Kommunale Wohnungsbau GmbH Rheingau-Taunus

2019 erfolgte auch der Spatenstich für ein Projekt in Hamburg, das ebenfalls von einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft realisiert wird. Im Stadtteil Farmsen entstehen knapp 150 Wohnungen in vier Gebäuden, basierend auf einer für Hamburg gültigen Typengenehmigung. Damit sind 40 Varianten im Geschosswohnungsbau und 17 Reihenhaustypen möglich, die schnell und flexibel errichtet werden können. Angestrebt wird ein Mietpreis von 6,35 Euro pro qm. Hamburg plant derzeit insgesamt 1.500 Wohnungen im Systembau.

Systemhäuser in Hamburg