Wohnformen und Wohnqualität

Unterschiedlichste Zielgruppen formulieren im Wohnungsmarkt Bedarfe, z.B. Familien, Senioren, Menschen mit Handicap, Studenten. Diese Bedarfe und Ansprüche betreffen soziale und andere Dienste, das Wohnumfeld, die Nachbarschaftsbeziehungen, die soziale Integration, die Barrierefreiheit von Wohnungen, das betreute Wohnen oder das gemeinschaftliche Wohnen. Die zügige Bereitstellung von Wohnraum allein in Form von Standardlösungen für klassische Wohnmodelle ist daher keine zukunftsfähige Strategie. Kurzfristig wie langfristig wird ein breites Spektrum an Wohnformen und innovativen Wohnmodellen benötigt, das angemessen auf geänderte Anforderungen an Wohnungsgrößen, Wohnungszuschnitte und Gebäudetypen, an hausinterne wie quartiersbezogene Infrastruktur und an wohnungsnahe Dienstleistungen und Transportmittel reagiert. Diese Vielfalt an benötigten Wohnformen sollte auch von einer Vielfalt an Investitionsformen flankiert werden.

Dem Zukunftsthema "Wohnen" widmet sich eine aktuelle Caritas-Kampagne 2018 "Zuhause für jeden – Ideen für bezahlbaren Wohnraum"Die Kampagne macht deutlich, dass jeder Mensch ein Recht hat auf einen privaten Schutzraum – und das zu bezahlbaren Preisen. Sie lädt ein zur Auseinandersetzung mit dem Thema "Wohnen" und zeigt, wie und wo Veränderungen möglich und notwendig sind.

Auch der Wohnbund e.V. in Frankfurt sowie das Netzwerk Frankfurt für gemeinschaftliches Wohnen e.V. befassen sich grundsätzlich mit dem Zukunftsthema Wohnen bzw. mit der Ausrichtung der Wohnungswirtschaft am Gemeinwohl .

In Rheinland-Pfalz existiert eine Landesberatungsstelle "Neues Wohnen Rheinland-Pfalz". Sie bietet Fachberatung aus einer Hand zu Wohnformen mit Pflege und Betreuungsleistungen, zu Konzepten in ländlichen Regionen, zu Netzwerken, zum gemeinschaftliches Wohnen allgemein oder zur Entwicklung vernetzter Stadt- und Dorfquartiere, aber auch zur Gründung solidarischer Finanzierungsformen, beispielsweise der Verein als Planungsgemeinschaft, die Eigentümergemeinschaft (WEG), die Genossenschaft (eG) oder der Mieter- (bzw. Bewohner-)Verein. 

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Baukultur
Wenn Menschen mit ihrem Wohnumfeld zufrieden sind, mit den Häusern, Plätzen und Straßen, engagieren Sie sich eher für die Pflege und Weiterentwicklung der Qualität. Sie entwickeln eine Wahrnehmung, welchen Einfluss die gebaute Umwelt auf ihr Wohlbefinden hat. Die Frage nach bezahlbarem und hochwertigem Wohnraum, die demografische Entwicklung und der Klimawandel sind zentrale Herausforderungen unserer Gesellschaft und eng miteinander verknüpft. Baukultur ist dabei ein Schlüssel...
Soziales Zentrum Espenau „Neue Mitte“
Gemeinschaftliche Wohnprojekte
Unsere Gesellschaft verändert sich nicht nur strukturell, auch Lebensmodelle und Ansprüche wandeln sich. Auch an das Wohnen. Alternativen zu herkömmlichen Wohnformen und tragfähige Modelle werden benötigt.
Weisenheim am Berg
Wohnen im Alter
Altersgerechtes Wohnen kann ganz unterschiedlich stattfinden, z.B. in einer Wohngemeinschaft, in einem umgebauten Haus bzw. einer Wohnung ...
Basel
Multilokales Wohnen
Das Leben an zwei oder mehreren Orten gehört heutzutage für viele Menschen zum Alltag. Häufig liegen berufliche Gründe für das „mehrortige“ oder „multilokale“ Leben vor.
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Wohnflächenbedarf

Der Wohnflächenbedarf pro Person steigt seit Jahren in Deutschland an. Gründe dafür sind der demografische Wandels mit immer mehr Single-Haushalten in allen Altersgruppen, ferner die zunehmende Zahl von getrennt lebenden Familien und Patchwork-Familien sowie der steigende Anteil von Eigentümer-Haushalten mit flächenmäßig wachsenden Wohnbedürfnissen. Wohnte eine Person 2000 durchschnittlich auf 39,5 Quadratmetern, waren es im Jahr 2014 schon 46,5 Quadratmeter.

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