Infrastruktur anpassen und schaffen

Eine enge Verzahnung zwischen Wohnungsbaupolitik und Infrastrukturplanung ist daher erforderlich, um durch den qualitativen und quantitativen Ausbau der Infrastruktur bei gleichzeitiger aktiver Wohnungsbaupolitik die Standortvorteile in der Innenstadt, im Stadtteil bzw. im Ortskern gegenüber dem Siedlungsrand zu verbessern.  In vielen Bestandsquartieren sind bereits heute die Folgen des demographischen Wandels sichtbar. Die Bevölkerungszusammensetzung hinsichtlich Alters- und Haushaltsstruktur hat sich verändert und erfordert insofern auch eine Anpassung vieler Infrastrukturangebote.  Im Rahmen der Realisierung neuer Wohnquartiere muss zudem neue Infrastruktur geschaffen werden. Angesichts der immer knapper werdenden finanziellen Ressourcen sind die Handlungsspielräume der Kommunen jedoch begrenzt. 

Ein Beispiel für eine Anpassung im Bestand ist die Heinrich-Lübke-Siedlung in Frankfurt am Main: Im Zuge der Sanierung wurden nicht nur die Wohnungsbestände energetisch saniert, sondern die Anzahl der Wohnungen auch erhöht, der öffentliche Raum verbessert sowie die Infrastruktur deutlich modernisiert.

Bei der Planung neuer Wohnquartiere benötigen Kommunen vor allem Klarheit darüber, was die zusätzliche Flächeninanspruchnahme tatsächlich kostet. Das Deutsche Institut für Urbansitik (DifU) hat hierzu als Arbeitshilfe Werkzeuge und Kosten-Nutzen-Modelle u.v.m. veröffentlicht.

Finanzielle Hilfen bei der Anpassung und Schaffung von vor allem sozialer Infrastruktur bieten einige Förderprogramme in Hessen. Zu nennen sind