Mobilität

Die Lage und Verkehrsgunst von Hessen und insbesondere der Region FrankfurtRheinMain sind ein besonderer Standortfaktor. Wichtige Autobahnen kreuzen die Region, der Frankfurter Hauptbahnhof zählt zu den größten in Deutschland und der Flughafen Frankfurt/Main liegt im nationalen Vergleich noch vor München und Berlin-Tegel auf dem ersten Platz. Die Einwohner in Hessen und FrankfurtRheinMain sind sehr mobil und pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsort auch über längere Strecken. Zukunftsfähige Mobilitäts- und Verkehrskonzepte müssen das komplexe Zusammenspiel von Verkehrs-, Wirtschafts-, Raumordnungs-, Energie-, Stadt-, Sozial- und Umweltpolitik berücksichtigen.

Stadt- und Wohnbaulandentwicklung sind über das Thema "Erreichbarkeit" eng miteinander verknüpft. Eine hohe Verkehrsbelastung und insbesondere der Autoverkehr bzw. das Pendeln wird von den Menschen als großer Stressfaktor wahrgenommen. Wie können daher im Zuge von Wohnbauprojekten die Mobilitätsbedingungen verbessert werden?  Wie lassen sich die Potenziale neuer Mobilitätsangebote (z.B. E-Mobilität, Car-Sharing, Radschnellwege, ÖV-Verknüpfungen) ausschöpfen? Sofern der Ausbau von Verkehrsinfrastruktur notwendig wird, wie lässt sich diese verträglich in Stadt und Land einfügen? Wie gehen die Kommunen mit Klimaschutz und Klimaanpassung angesichts von hohen Feinstaub-Belastungen, Lärm und Flächeninanspruchnahme des ruhenden Verkehrs um? Hier sind integrierte Konzepte der Städte und ihrer Umlandgemeinden gefragt.

Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) lässt derzeit im Rahmen eines Forschungsfeldes die Schnittstelle zwischen Stadtentwicklung und Verkehrsplanung anhand von Modellvorhaben untersuchen. Projektstart war 2016.