Vorgaben, Instrumente, Strategien und Akteure

Die Bereitstellung und Mobilisierung von geeigneten Flächen für den Wohnungsbau, für vielfältige und sich wandelnde Wohnformen, ist ein zentraler Aufgabenbereich, der für Städte und Gemeinden immer wieder neu auf der Tagesordnung steht. Dabei kann es sich um die Entwicklung von großen "gebrauchten" Arealen oder um die Entwicklung von kleineren Potenzialen im Bestand handeln, aber auch um die Erschließung von neuen Baugebieten auf der grünen Wiese. Planungsgrundlagen wie der Landesentwicklungsplan oder die Regionalpläne setzen dabei Rahmen, die die Kommunen ausgestalten.

Unterschiedliche Instrumente und Strategien erleichtern ihnen die Bereitstellung und Entwicklung von Flächen für den Wohnungsbau. Zu nennen sind u.a. die "Städtebauliche Entwicklungsmaßnahme" nach BauGB, die Aufstellung von Bebauungsplänen, die Vereinbarung von Vorhaben- und Erschließungsplänen oder die Anwendung der Konzeptvergabe.
 

Themen
Vorgaben für die Wohnbaulandentwicklung in Hessen
Der Landesentwicklungsplan (LEP) ist das strategische Planungsinstrument zur räumlichen Entwicklung des Landes und die verbindliche Vorgabe für die Regionalplanung. Er beschreibt die angestrebte Entwicklung Hessens in den wichtigsten landespolitischen Planungsbereichen und wird von der Obersten Landesplanungsbehörde, dem Hessischen Wirtschaftsministerium erstellt. Der gültige LEP stammt aus dem Jahre 2000 und wurde zuletzt im Jahr 2013 geändert.
Grundlage für Flächennutzungs- und Bebauungsplanung

Die Regionalplanung ist nicht als eigenständige Planung unterhalb der Landesplanung zu verstehen, sondern sie ist deren Bestandteil. Sie legt die Ziele für die drei Planungsregionen bzw. Teilräume Nord-, Süd- und Mittelhessen unter Beachtung der Vorgaben des Landesentwicklungsplans fest. Die Regionalpläne vertiefen und konkretisieren die Festlegungen des Landesentwicklungsplans Hessen für die jeweilige Region. Die Zuständigkeit für die Regionalplanung in...

Gute Konzepte für den Wohnungsbau unterstützen
In der kommunalen Praxis herrscht vielfach die Grundstücksvergabe nach Höchstpreis vor. Das geht häufig zu Lasten der Qualität von Wohnprojekten. Die Funktion von Liegenschaften wird heute wieder verstärkt unter stadtentwicklungspolitischen Gesichtspunkten diskutiert, insbesondere angesichts des hohen Bedarfs an bezahlbarem Wohnraum in lebenswerten Quartieren.
Baulandoffensive
Neue Gesellschaft zur Wohnbaulandmobilisierung
Um mehr bezahlbare Wohnungen zu bauen, fehlt es vor allem an baureifen Grundstücken. Die rasche Baulandentwicklung ist daher eine der zentralen kommunalen Aufgaben. Hierbei möchte das Land zusammen mit der Nassauischen Heimstätte die Kommunen nun mit der „Bauland-Offensive Hessen GmbH“ unterstützen. Über eine Geschäftsbesorgung kooperiert auch die Hessische Landgesellschaft mit der Bauland-Offensive GmbH.

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