Wohnungsbedarf in Hessen

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Berlin

Trotz einer aktuell deutlich zunehmenden Neubautätigkeit prognostizieren Fachleute für Deutschland einen jährlichen Wohnungsbedarf von rund 400.000 Wohnungen. Vor allem der Wohnungsmarkt in den Verdichtungsräumen und großen Städten war in den letzten Jahren von einer hohen Dynamik geprägt.

Auch für Hessen liegen mehrere Prognosen zum Wohnungsbedarf vor. Sie sind Entscheidungs- und Handlungsgrundlage für die Allianz für Wohnen in Hessen.

Schaffung von Wohnraum in Hessen: Bauüberhang wächst seit 2011 kontinuierlich

2018 wurden knapp 16.900 Neubauwohnungen in Wohngebäuden und Nichtwohngebäuden in Hessen fertiggestellt, fast dreimal so viel - rund 44.000 Wohnungen - befanden sich Ende 2018 hessenweit in unterschiedlichen Bauzuständen „in der Pipeline“, eine Relation von 1 : 2,6. Zum Vergleich: Im Jahr 2011 wurden knapp 10.400 Neubauwohnungen fertig gestellt und der Bauüberhang betrug knapp 20.000 Wohnungen, eine Relation von nur 1 zu 1,9.

Bauüberhang im Wohnungsbau 2018

Hinzu kommt, dass 11 Prozent der 2018 in der Pipeline befindlichen Bauvorhaben bereits 2015 oder früher genehmigt wurde, mit dem Bau aber noch nicht begonnen wurde. Die Gründe für diese Verzögerung sind vielfältig, u.a. reichen die Kapazitäten am Bau dafür nicht aus. So stellt auch die aktuelle Konjunkturumfrage des HIHK fest, dass das größte Risiko für die zukünftige Geschäftsentwicklung des Baus der Fachkräftemangel sei. 
Datenquelle: Hessisches Statistisches Landesamt

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